REISE für ehemals pflegende Angehörige
1. - 5. April 2026 nach Bad Urach
gemeinsam zurückblicken ++ Dank erfahren ++ gestärkt weitergehen
Die Pflege eines Menschen prägt den Alltag von Angehörigen, fordert körperlich und seelisch
heraus, verlangt die Bereitschaft, Unterstützung von außen anzunehmen und schließt Abschiede
bereits zu Lebzeiten mit ein. Angehörige übernehmen Verantwortung, die aber auch getragen sein
will.
Eine Würdigung dieses großen, meist kaum gesehenen Engagements liegt den Begleiterinnen
dieser Reise sehr am Herzen. Deshalb ist es ihnen ein Anliegen, ehemals pflegende Angehörige
zusammenzubringen und ihnen einen Rahmen zu bieten, gemeinsam auf die vergangene Pflege
zeit, die eigene Trauer und die aktuelle Lebenssituation zu blicken.
Hier eine Pressemittteilung nach der Reise:
Ehemals pflegende Angehörige auf österlicher Spurensuche
Es fehlt mir der Mann von früher. Den, der er am Ende war, vermisse ich nicht, so eine
Teilnehmerin der Reise für ehemals pflegende Angehörige über ihre eigene Situation.
Über zwölf Jahre war ihr Mann an einer Demenz erkrankt und in den letzten sechs Jahren dadurch pflegebedürftig. Von der Möglichkeit einer solchen Reise hat sie von einer Mitarbeiterin der Sozialstation erfahren, die ihr die Einladung vorbeigebracht hat.
Um Dank erfahren, zurückblicken, gestärkt weitergehen, ging es in den fünf Tagen in Bad Urach.
Gemeinsam mit anderen Menschen, die ebenfalls einen nahen Angehörigen bis zum Tod begleitet und
oftmals rund um die Uhr unterstützt haben.
Die Beziehung zur pflegebedürftigen Person, das Umfeld, Entscheidungen, die während der Pflegezeit
getroffen werden mussten, sowie die Trauer und ein Blick auf das, was es in der nächsten Zeit zu
meistern gilt, standen in sechs begleiteten Gesprächsrunden im Focus.
Auch gab es die Möglichkeit, in Einzelgesprächen besondere Fragen zu klären. Eine Wellnesstrainerin
bot Kopf-, Rücken und Fußreflexzonenmassagen an, die allen wohltaten.
Ebenso dazu gehörte eine Führung durch Bad Urach und die Nacht der verlöschenden Lichter in der
Amanduskirche. Eine Einladung zum gemeinsamen Abendessen am letzten Abend außerhalb der
Ferienunterkunft nahmen alle gern an.
Eines von vielen Dankeschön-Geschenken, die durch persönliche Spenden und der Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft BW möglich wurden. Auch wurde diese Reise durch das Ministerium Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg und aus Mitteln der gesetzlichen Pflegeversicherung finanziell unterstützt.
Diese Zeit in Bad Urach war Liebe in allen Formen und Farben und ein großes Geschenk für mich. Es hat
so viel gut gemacht in mir. Es hat mich bestätigt in allen meinen Gefühlen und es spielt keine Rolle
mehr, ob ich in der Pflegezeit etwas falsch gemacht habe oder nicht. Vielleicht kommen die Zweifel auch
mal wieder, aber ich denke, ich weiß dann damit umzugehen, so das Resümee.
Träger der Reise: Hospizgruppe Salem e.V.
Veranstalterin: Praxis für Beratung und Fortbildung Ulrike Traub, www.ulriketraub.de
Weitere Infos: per E-Mail an ulrike.traub@ulriketraub.de oder telefonisch unter 07731-51395.
